Forschungspraxis
Nerv + Rosenthalkanalsegmentierung


In Kooperation mit der Medizinischen Universität Innsbruck wurden neue, hochauflösende Scans des menschlichen Innenohrs an der MuCLS angefertigt. Die Scans weisen eine Auflösung von 6 µm, und gut sichtbare Nerven auf (linkes Bild).
Die Scans werden für verbesserte Computermodelle der menschlichen Cochlea benötigt, insbesondere in Hinblick auf elektrische Stimulation durch Cochleaimplantate. Zur Verwendung in Modellen ist zunächst allerdings eine Segmentierung der relevanten Strukturen notwendig. Es existieren bereits halbautomatische Segmentierungen des Hörnerven (rechtes Bild).
Aufgabe der Projektes ist die Vervollständigung der bestehenden Segmentierung. Hierfür sind besonders zwei Aspekte relevant:
- Ausbesserung von Lücken im Hörnerven, entstanden aufgrund von Artefakten in den Scans.
- Segmentierung des Rosenthalkanals, die Struktur welche die Zellkerne der Neuronen im Hörnerven beinhaltet. Diese ist als Lücke in der bestehenden Nervsegmentierung erkennbar.
Darüber hinaus soll eine Auswertung der Morphologie der segmentierten Strukturen angefertigt werden.
Vorwissen über die Anatomie und Funktionsweise des menschlichen Innenohrs, sowie von Neuronen, ist erwünscht. Der Besuch der Vorlesungen Neuroprothetik bzw Systhemtheorie der Sinnesorgane ist hierfür von Vorteil. Die Segmentierung wird in Dragonfly oder 3DSlicer durchgeführt, Vorkenntnisse sind von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig.
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei albert.croner@tum.de, inklusive aktuellem Notenspiegel und Lebenslauf. Frühester Starttermin: Juli 2024
Inter-disziplinäres Projekt
Visualisierung der Hörnervaktivierung
Wir haben Modelle des menschlichen Innenohres, inklusive der Neuronen im zugehörigen Hörnerven. Von diesen Modellen erhalten wir Aktivierungmuster des Hörnerven unter elektrischer Stimulation, d.h. Stimulation durch ein Cochleaimplantat (CI). Diese Erregunsmuster sollen visualisiert werden, um das Verständnis der Funktionsweise des Innenohrs und der Cochleaimplantate zu erleichtern.
Dazu haben wir bereits erste Animationen der Hörnervaktivierung (in verlangsamter Darstellung), doch stehen noch weitere Projekte zur Verfügung:
- Integrierung der Animation in eine Darstellung des menschlichen Kopfes und gesamten Ohres
- Verbesserung der existierenden Darstellung (elektrische Stimulation)
- Visualisierung der Hörnervenaktivierung eines gesunden Ohres (akustische Stimulation)
- Visualisierung der Hörnervenaktivierung in Realgeschwindigkeit (elektrische und akustische Stimulation)
- Verbesserung einer bestehenden VR Umgebung der menschlichen Cochlea und Hörnervenaktivierung
Die Projekte stehen zur Verfügung für alle Studiengänge mit Inter-disziplinären Projekten. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei albert.croner@tum.de, inklusive Notenspiegel und Lebenslauf
Weitere Details zu den Projekten finden Sie unter anliegendem PDF
Weitere Projekte
Bei Interesse an weiteren Themen an unserem Lehrstuhl zu Projektpraktikum, Forschungspraxis oder Masterarbeit wenden Sie sich gerne an info@bai.cit.tum.de, mit Ihrem Zeugnisauszug und Lebenslauf.